Eine TSE (Technische Sicherheitseinrichtung) ist ein zertifiziertes Modul, das jeden einzelnen Kassenvorgang mit einer fortlaufenden Signatur versieht. Dadurch lässt sich später nachweisen, ob an einem Umsatz nachträglich etwas verändert wurde. Seit der Kassensicherungsverordnung ist sie für jede elektronische Kasse in Deutschland vorgeschrieben. Grundlage ist § 146a der Abgabenordnung.
Die TSE arbeitet unbemerkt im Hintergrund: Bei jedem Verkauf erzeugt sie eine Signatur, die auf dem Bon erscheint, und protokolliert den Vorgang manipulationssicher. Kommt es zu einer Prüfung, werden diese Daten zusammen mit dem standardisierten Export (DSFinV-K) verlangt. Es gibt sie als Hardware-Modul in der Kasse oder als Cloud-Lösung über einen zertifizierten Dienst.
Warum das für Juweliere wichtig ist
Im Juweliergeschäft laufen Vorgänge über die Kasse, die eine Standardkasse selten sauber abbildet: Anzahlungen auf Bestellungen, Reparaturen aus der Werkstatt und Gutscheine. Jeder dieser Vorgänge ist fiskalisch relevant und gehört TSE-signiert erfasst, nicht auf einem Zettel daneben. Wer ohne zertifizierte TSE kassiert, riskiert bei einer unangekündigten Kassennachschau ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro und die Hinzuschätzung von Umsätzen. Was die Kassensicherungsverordnung im Einzelnen verlangt, lesen Sie im Beitrag zur KassenSichV für Juweliere.
Stand: Juli 2026. Dieser Beitrag erklärt die Rechtslage allgemein und ersetzt keine steuerliche Beratung.